Wellness an der Ostsee und ein Abschied…

Wellness an der Ostsee und ein Abschied…

Ripnitz-Damgarten, Velgast, Barth. Die letzten Halte meiner knapp sechsstündigen Zugfahrt lassen erahnen, dass mich meine diesjährige Auszeit nicht gerade in die Nähe einer Metropole verschlägt. Noch schnell 20 min weiter mit der Linie 210 des RADzfatz-Busses und ich stehe mit meinem Koffer und Rucksack vor dem Max-Hünten-Haus in Zingst. Im höchsten Osten der Republik findet, dieses Jahr bereits zum zehnten Mal, dass sogenannte Umweltfotofestival >>horizonte zingst<< statt. Unter Fotografen, traditionell in der letzten Maiwoche, der Nabel der Welt. Hier trifft sich alles was Rang und Namen in der Fotoszene hat.

Zingst, ein 3000 Seelen Ostseebad, hat sich auf der Suche nach einer eigenen Identität und dementsprechend auch nach einer Tourismusattraktion schon vor Jahren ganz der Fotografie verschrieben. Neben einem breiten Workshop-Angebot haben sich hier nach und nach eine Leica-Galerie, ein Epson-Printstudio, eine beeindruckende Fotobuch-Bibliothek und zahlreiche Foto-Ausstellungen –Open Air oder in Hotels und Galerien- angesiedelt.

Und einmal im Jahr wird dies alles noch einmal getoppt durch das schon erwähnte Umweltfotofestival. Über 100 Workshops, ein großer Fotomarkt mit an die 70 Aussteller, eine allabendliche Bilderflut am Strand vor der Kulisse der untergehenden Sonne, Multivisionsshows, Fotopodien und und und… Nirgendwo kann man seinem Hobby entspannter nachgehen als hier.

Bereits zum zweiten und sicherlich nicht zum letzten Mal habe ich, in der zweiten Wochenhälfte unterstützt durch Frau und Kind, eine herrlich entspannte Woche verbracht. Mobil durch ein ausgeliehenes Fahrrad habe ich die einzelnen Ausstellungen besucht, mir Vorträge über Multicopter und Farbmanagement angehört, eine hörens- und sehenswerte Darbietung über ein Kinderheim in Grönland erlebt und mit der Familie noch die ein oder andere schöne Stunde am Strand verbracht. Dazu noch ein wenig fotografiert, eine reichhaltige Auswahl an diversen Fischbrötchen (z.B. mit Flusskrebs-Schwänzchen in Honig-Senf-Sauce, sehr lecker …) gegessen und fertig war die perfekte Woche.

Und dann war da noch der Start des Fotomarktes an Vatertag und der Abschied von Sony.

Warum?

Eine gute Kamera mit einem tollen Sensor macht für MICH leider kein gutes System. Sony, ihr hattet zwei Jahre Zeit mich mit vernünftigen und vor allem bezahlbaren Objektiven vielleicht bis ans Ende meiner fotografischen Tage zu binden. Aber für mich war leider nichts dabei. Bis zuletzt bin ich größtenteils mit adaptierten Canon Glas durchs Land gezogen und habe beinahe die Lust am Fotografieren verloren. Ich hätte gerne ein ordentliches und bezahlbares „Immerdrauf“ gehabt wie Canon oder Nikon es mit Ihren 24-105(120)mm anbieten. Ich hätte mich über ein vernünftiges 50mm gefreut wie die Mitbewerber es für gut 100€ anbieten. Ihr verlangt für ein 55er gut 600€ und bringt dann ein 50er auf den Markt, dass das Dreifache eines Canon kostet und bietet einen AF an, der meinem adaptierten Canon unterlegen ist. Das ihr euer System nicht pflegt kann man euch eigentlich nicht vorwerfen. Neue Kameramodelle schießen wie Pilze aus dem Boden. Es gibt dann auch tolle G-Master Objektive. Qualitativ sicherlich super, aber preislich steige ich als ambitionierter Hobbyfotograf sicher nicht ein und somit aus leider aus eurem System aus.

Sony hängt bei uns ab jetzt nur noch in Form eines Fernsehers an der Wand, ab sofort gehöre ich den X-Shootern an. Und das hoffentlich für längere Zeit.

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